Was bedeutet Pseudonymisierung?
Pseudonymisierung verarbeitet personenbezogene Daten so, dass die Zuordnung zu einer Person ohne zusätzliche Informationen nicht unmittelbar möglich ist. Diese Zusatzinformationen müssen getrennt und geschützt gehalten werden. Pseudonymisierte Daten sind grundsätzlich weiterhin personenbezogene Daten.
Was heißt das für Public Affairs?
Für einen KI-Test können Namen durch Kennungen ersetzt werden. Zusätzlich sind indirekte Erkennungsmerkmale, seltene Rollen und konkrete Ereignisse zu betrachten. Die Zuordnungstabelle gehört nicht in denselben Verarbeitungsschritt, wenn sie für die Aufgabe nicht gebraucht wird.
Worauf kommt es an?
Pseudonymisierung ist nicht Anonymisierung. Gerade öffentliche Rollen können trotz entferntem Namen über Kontextinformationen zugeordnet werden. Die Methode ist keine pauschale Freigabe zur Weitergabe.
Drei Fragen für die Praxis
- Welche indirekten Merkmale bleiben?
- Wer besitzt die Zuordnung?
- Sind Zusatzinformationen wirksam getrennt?
Originalquellen & Vertiefung
Die Quellen erläutern den Begriff oder seinen fachlichen Rahmen. Die Anwendungshinweise und das fiktive Beispiel sind eigenständige Ausarbeitungen dieses Glossars.
- Europäischer Datenschutzausschuss: Secure personal data – Pseudonymisierung und Anonymisierung
- Europäischer Datenschutzausschuss (2026): Data protection by design and default – Principles in practice
Fachbegriffe werden verständlich eingeordnet; berufliche Arbeitsbegriffe sind keine gesetzlichen Definitionen. Bei Rechtsfragen sind die einschlägige Fassung und der konkrete Einsatz maßgeblich.