Was bedeutet Stakeholder-Mapping?
Stakeholder-Mapping ist die visuelle oder tabellarische Darstellung relevanter Akteure und ihrer Beziehungen zu einem konkreten Thema. Es macht beispielsweise Zuständigkeiten, Kooperationsmöglichkeiten oder Konfliktlinien sichtbar. Die Karte baut auf einer Analyse auf, ersetzt diese aber nicht.
Was heißt das für Public Affairs?
Jede Achse und jede Verbindung braucht eine nachvollziehbare Bedeutung. Eine Linie kann etwa eine veröffentlichte Mitgliedschaft oder eine formale Zuständigkeit darstellen. KI kann beim Sortieren helfen; Nähe im Diagramm ist keine eigenständige Evidenz für tatsächlichen Einfluss.
Worauf kommt es an?
Numerische Einflusswerte können eine Genauigkeit vortäuschen, die die Quellen nicht hergeben. Eine gemeinsame Veranstaltung belegt noch kein dauerhaftes Bündnis.
Drei Fragen für die Praxis
- Was bedeutet jede Verbindung?
- Welche Quelle trägt die Zuordnung?
- Wann wird die Karte aktualisiert?
Originalquellen & Vertiefung
Die Quellen erläutern den Begriff oder seinen fachlichen Rahmen. Die Anwendungshinweise und das fiktive Beispiel sind eigenständige Ausarbeitungen dieses Glossars.
- OECD: Transparency and Integrity in Lobbying and Influence (Empfehlung, 2024 überarbeitet)
- Europäische Kommission: Better Regulation – Evaluation, Folgenabschätzung und Beteiligung
Fachbegriffe werden verständlich eingeordnet; berufliche Arbeitsbegriffe sind keine gesetzlichen Definitionen. Bei Rechtsfragen sind die einschlägige Fassung und der konkrete Einsatz maßgeblich.